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Hallo zusammen Es hat mir gereicht. Nach mehreren Kuraufenthalten mit Abnehmerfolgen von bis zu 21 kg in 3 Wochen und etlichen Diäten von FDH, über Trennkost und Dinnercanceling, mußte ich feststellen, daß bei nichts die Nachhaltigkeit gegeben ist. Ich bin jetzt 45, vor ca. 10 Jahren schon war ich an der Grenze zum Diabetes Typ2. Da ich aber immer Bewegung gemacht habe, mal mehr mal weinger, konnt ich das in den Griff bekommen. Auch habe ich auch von selbst, nach Aneignung von diversem Wissen, die Kohlehydrate beim Essen reduziert. Also, ich habe die Kartoffel nicht mehr gegessen, oder den Reis, oder weniger Knödel, dafür mehr Salat. Das alles half mit, den Zucker im Zaum zu halten. Trotzdem hatte ich mittlerweile 172kg. Dadurch hat mir das Bewegung machen die letzten paar Jahre auch keinen Spass mehr gemacht. Wenn es überall weh tut und zwickt, lässt man es halt, man ist ja auch bequem. Vor zwei Monaten war ich wieder bei meiner Gesundenuntersuchung, und da riet mir mein Hausarzt zuerst doch wieder eine Kur zu machen. Ich reagierte sehr unwillig, da ich ja weiss was das bedeutet, 3 Wochen vieeeel Bewegung und wenige Kalorien, Kochkurs, Gesprächsgruppen, Einzeltherapie, und 20 kg weniger, welche ein Jahr später dann 30kg mehr sind. Ich sagte ihm das mache ich nicht mehr mit. Er riet mir aber trotzdem zu einer Ernährungsberatung zu gehen. Ich erklärte ihm zwar, daß ich eigentlich weiss was ich darf und was nicht. Mittlerweile, ich beschäftige mich ja schon Jahrelang mit der Materie, gezwungenermaßen, weiß ich sehr viel, auch über den Stoffwechsel. Was sollte mir das bringen, hatte ich ja schon zigmal. Aber ich ließ mich breitschlagen. Gleichzeitig kam ich auf die Idee, alles was ich esse aufzuschreiben, und zwar ungelogen alles, auch wenn der Fressattackenteufel zuschlug, wirklich alles. Das machte ich im Internet. Nach einiger Suche hatte ich eine Seite gefunden, die mir passte, und das bot was ich wollte. Ich weiss nicht ob ich es hier erwähnen darf, ich schreibe mein Ernährungstagebuch bei fddb.de. Der erste Erfolg ist, man lässt dann schon mal das eine oder andere weg, und ißt kontrollierter. Man muss es nur tun und keine Ausreden finden. Das erste Kilo war auch schnell weg. Das stellte ich aber erst fest, nachdem ich auch eine Waage besorgt hatte, denn meine alte wollte mir mein Gewicht nicht mehr zeigen. Gleichzeitig fand ich raus, daß meine Krankenversicherung ein Programm zur Ernährungsberatung am laufen hat. Welch Zufall, ist auch in der Nähe meiner Arbeitsstätte, ich pendle ja jeden Tag 130km zu meiner Arbeit und auch wieder zurück. Ich meldete mich an, und ging dahin. Da saß dann so eine Sport- und Ernährungswissenschafterin, ca 1,75, vielleicht 55 - 60kg durchtrainiert. Innerlich ging ich auf Abwehr, denn ich wusste was jetzt kommt. Zuerst mal Daten aufnehmen, Größe messen, wiegen, Fettmessung. Und dann Gespräch. Ja zuerst dachte ich mir, Schema F. Wieder die gleiche Leier, kenn ich alles, weiss ich alles hilft mir nix. Bis ich das Gespräch auf das Ernährungstagebuch brachte. Plötzlich war sie interessiert. Sie sagte mir, daß sie eigentlich nur Aushilfsweise die Beratungen macht, also als Vertretung, wenn die Stammmannschaft mal keine Zeit hat. Und sie ist nicht ganz mit der Vorgangsweise und den Methodiken einverstanden, die sie hier erzählen soll. Darauf gingen wir mal mein Ernährungstagebuch durch. Schliesslich waren auch schon zwei Wochen eingetragen. Mein selbst gesetztes Limit waren da 3500 kCal pro Tag. Sie kürzte es runter auf 2500 und erklärte mir wie ich es machen soll. Und zwar riet sie mir entgegen der vorgegeben Meinung die sie zu vertreten hätte zum LowCarb Ansatz. Meine Ernährung ist Grundsätzlich nicht schlecht meinte sie, da viel Gemüse dabei war. Aber sie fand auch die kleinen Zuckerfallen. Also den stark verdünnten Apfelsaft 1:5 den ich trank, das Obst zwischendurch, mal 4 Gummibärli oder eine Rippe Schokolade, den Kuchen oder die Torte am Sonntag Nachmittag, das Vollkornbrot zum Frühstück oder zum Abendessen, das Glas Wein usw. Sie riet mir zu versuchen das alles wegzulassen und durch anderes zu ersetzen. Ich fragte durch was? Wie soll das gehen? Sie sagte ganz einfach, essen sie zum Frühstück mal Ham and Eggs mit 100g Schinken und 4 Eiern, oder ein halbes Kilo Joghurt mit selbstgemachtem Müsli und als Zwischenmahlzeit kein Obst, sondern Milchprodukte, z.B. einen Becher Hüttenkäse mit Knabbersalami, viel Fisch zu dem Hauptmahlzeiten, das hatt ich sowieso schon immer gemacht, aber jetzt wirklich konsequent keine Kohlehydrate dazu, usw. Also achte ich ab jetzt auf die Sachen schon beim Einkauf. Wo ist überall Zucker drin. Der Wahnsinn, eigentlich überall. Also den Hüttenkäse kaufen der am wenigsten hat, auch wenn es nur 0,5g sind, das wirkt sich aus. Keine Fruchtjoghurts, die sind der Hammer. Keine Produkte bei denen Zucker durch Fruchtzucker ersetzt wurde, das ist der größte Schwachsinn, das ist noch schlimmer als normaler Zucker. Kein, oder sehr wenig Alkohol, ich habe noch nie viel Alkohol getrunken, so eine halbe Flasche Wein in der Woche, jetzt trinke ich halt noch weniger Alkohol, dafür aber viel mehr Wasser, ist aber auch notwendig bei der Eiweiss und Fettreichen Ernährung, da sonst Verstopfung droht. Ich esse ab jetzt viel mehr Fleisch, Fisch, Wurst, Eier, Milchprodukte aller Art und Soyaprodukte. Mein Müsli ist selbstgemischt und besteht zu einem großen Teil aus verschieden Nüssen, Leinsamen, Sonnenblumenkernen neben Weizenkleie, wenigen Haferflocken. Das Zeug hat Kalorien Ende nie, aber ich nehme ab. Anstatt Brot nehme ich jetzt immer Salat dazu. Am liebsten sind mir Tomaten als Beilage. Die variiere ich immer, mal roh mit Mozarella und Olivenöl und Salz, oder gebacken im Rohr mit Avocado und Olivenöl, usw. Dazu dann Fleisch oder Fisch oder Geflügel so 400g pro Mahlzeit können es schon sein. Ich erreiche kaum die 2500cKal. Haue ich mal drüber, sind meistens zuviele Kohlehydrate dabei. Damit schaffe ich es jetzt teilweise unter 10% Kohlehydrate am Tag zu bleiben. Die schlechte Laune die ich früher beim Diäten immer hatte ist erst gar nicht aufgekommen. Wie auch, wenn man bedenkenlos eine Mordsportion Mayo zu den 4 Putenwienerwürstchen essen kann. Meine Stimmung ist teilweise wie ein Rausch. Ich fühle mich hin und wieder auf einem totalen Höhenflug. Ähnlich dem was Ausdauersportler erleben. Ach ja ich hatte doch vor zwei Monaten eine Gesundenuntersuchung, da hatte ich auch meine Blutwerte feststellen lassen. Das habe ich jetzt wiederholt, und siehe da, waren sie vor zwei Monaten noch grade so im Rahmen, manche drüber, haben sich jetzt einige Werte drastisch verbessert. Das Böse LDL ist gefallen, das gute HDL ist gestiegen, Leberwerte gesunken, usw. Ich denke für mich habe ich mal mein Rezept entdeckt. Da kann ich auch nachhaltig durchhalten. Kein Thema, mir geht überhaupt nichts ab. Ich verspüre, trotzdem ich manchmal Hunger habe, keine Lust zu fressen. Die, die es kennen werden wissen was ich meine. Vorher saß ich mit vollem Bauch auf der Couch und wusste nicht wie ich die Gier stillen sollte die immer noch da war. Das ist weg. Ich mache natürlich auch mehr Sport jetzt, ich gehe ein bis zweimal die Woche eine Stunde schwimmen, ist gut für die Gelenke, und ein bis zweimal ins Fitnessstudio zum Muskelaufbau, weil viel Muskeln verbrennen mehr. Das ist, zumindest in der Phase, jetzt besser für mich als Ausdauertraining. Ich komme damit auf 3 Mal Sport die Woche. Und ich finde es geil. Das war vor zwei Monaten noch anders. Ich denke damit schaffe ich es. Gestern las ich einen Spruch auf einem T-Shirt, "i can't wait till tomorrow, cause i get better-looking every day" Tja so gehts mir grad, supi.
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